Reisestress, Reisekrankheit, Reiseschlaf

 

Kurz nach Mit­ter­nacht kip­pen Petra und Max Döbe­li tod­müde ins Bett.

Ihre Kinder haben vor Aufre­gung nicht in den Schlaf gefun­den, Max hat sich im let­zten Moment erin­nert, dass das Schlauch­boot nach der let­zten Flussfahrt nicht mehr ganz dicht war und Petra hat am Nach­mit­tag von ein­er lieben Nach­barin 17 Kilo­gramm ern­te­frische Erd­beeren vor die Tür gestellt bekommen.

Stress pur.

Ihre Kle­in­ste hat ein Affenthe­ater ver­anstal­tet, als sie real­isierte dass ihr Riese­naffe zu Hause bleiben muss und die zwei älteren Zwill­inge haben sich laut­stark um den Kof­fer gestritten.

Um 05.30 Uhr klin­gelt der Wecker.

Das Dra­ma vom Vor­abend geht weit­er, als hätte jemand bloss die Pausen­taste gedrückt gehalten.

Die Kaf­feemas­chine will ulti­ma­tiv gere­inigt wer­den … Kein Kaffee!

Um 06.30 Uhr ist der Kom­bi bis unters Dach geladen und auch die let­zten «Fra­gen» um die Sitz­plätze auf der Rück­bank sind gek­lärt. Los geht’s nach Italien!

Oder auch nur bis zur näch­sten Kreuzung.

«Ich habe vergessen, den Schlüs­sel für die Nach­barin zu leg­en!», ruft Petra.

Fünf Minuten später geht’s defin­i­tiv Rich­tung Süden.

Die Kinder dür­fen auf dem Tablet einen Film schauen, Petra ver­sucht etwas zu schlafen und Max checkt regelmäs­sig den Staumelder für den Gotthardtunnel.

5 Kilo­me­ter. Zunehmend.

7 Kilo­me­ter. Zunehmend.

11 Kilo­me­ter. Zunehmend.

Blink­er raus, Gas geben und so viele Deutsche, Hol­län­der und Bel­gi­er wie möglich über­holen. Jedes Auto zählt. Ver­bis­sen, wie die Radren­n­fahrer bei der Tour de Suisse, kämpft er um jeden Platz weit­er vorne … und sorgt für ein «Erin­nerungs­fo­to» – von den «Fotografen in Uniform».

Achtein­halb Stun­den, zwei Pausen und drei «Brech­halte» später erre­ichen sie abgekämpft und ent­nervt ihr Ziel.

Die Fotos im Inter­net waren viel schön­er als das, was sie antreffen.

Meine lieben HEIMisch-Blogle­serin­nen und ‑Leser, ich glaube nicht, dass ich mit dieser Geschichte über­trieben habe, bloss etwas verdichtet. Und ich bin überzeugt, dass einige Erin­nerun­gen wach gewor­den sind.

Falls Ihre Reise noch bevorste­ht, hier einige …

 

Tipps gegen die Reisekrankheit.

  1. Ist das Auge auf einen Bild­schirm konzen­tri­ert und nimmt die Bewe­gung draussen nicht wahr, entste­ht sehr viel öfters Unwohl­sein. Deshalb: Hör­buch oder Hör­spiel statt Bildschirm!
  2. Machen Sie ein «Vorher­sage-Spiel». Zum Beispiel: «Wer sieht als erstes den näch­sten Kirch­turm!», «…ein gelbes Auto!», «…eine Brücke!» usw. Leg­en Sie sich zu Hause einen Vor­rat an Fra­gen an. Die Kinder schauen sehr viel mehr in die Ferne und sind aktiv. Das kann helfen.
  3. Ein küh­ler Waschlap­pen, eine küh­le Flasche im Nack­en oder ein kaltes Getränk – schlückchen­weise – kön­nen bei aufk­om­mender Übelkeit erstaunlich hil­fre­ich sein.
  4. Zitrus­düfte wer­den all­ge­mein als sehr angenehm emp­fun­den – oder Zir­ben- (Arven-) Duft. ALLE Düfte unbe­d­ingt vorher ausprobieren.
  5. Ein leer­er Magen ist meist eben­so schlecht wie ein voller. Deshalb zwis­chen­durch etwas Leicht­es wie Salzstän­geli anbieten.
  6. «Küh­le» Luft ins Gesicht, zum Beispiel mit einem kleinen Hand-Ven­ti­la­tor, kann Erstaunlich­es leisten.
  7. Schläft Ihr Kind, dann soll­ten Sie ver­mei­den, dass der Kopf hin und her baumelt. Ein Nack­enkissen hilft!

Am allerbesten wirkt die Kom­bi­na­tion ver­schieden­er Massnahmen!

Und am Ziel angekom­men, wie ste­ht es da um Ihren Schlaf?

 

Der ulti­ma­tive Tipp für guten Schlaf

Nehmen Sie Ihr eigenes Kissen mit.

Kein Witz!

Ist es zu gross, dann kaufen Sie ein spezielles Reisekissen und gewöh­nen sich schon zu Hause daran.

Zum Schluss noch etwas für die Schlaf­gourmets: Die HEFEL «Trav­el­Lite Opu­lence». Eine luftig-leichte Bettdecke-Anzug-Kom­bi­na­tion, reise­fer­tig verpackt.

«Aber meine Matratze hat nicht Platz im Kof­fer!», würde Onkel Hubert rufen. Auch dafür gibt es eine Lösung. Ken­nen Sie das Out­door Camp­ing­bett «Black Griz­zly»? Erstaunlich, wie viel Liegekom­fort in solch kleinem Pack­mass Platz find­et. Und übri­gens lässt es sich auch drin­nen verwenden.

Schöne Ferien!

Longevi­ty oder Langlebigkeit

Bezo­gen auf den Men­schen ist damit mehr als die reine Lebens­dauer gemeint. Es geht erstens um die Frage, wie alt jemand wird und zweit­ens, wie viele Jahre davon man gesund, wach und leis­tungs­fähig ist. Mein Part­ner SAMINA bietet dazu am 10. Juni, 19.00 Uhr ein kosten­los­es Live-Webi­nar mit Prof. Amann-Jenn­son. Wenn Sie dabei sein möcht­en, kön­nen Sie sich hier anmelden.

Nun freue ich mich, Sie in zwei Wochen zum HEIMisch-Blog Num­mer 158 – «Lan­glebigkeit – im dop­pel­ten Sinn» – wieder dabei zu haben.

 

Bis bald!

 

Ihr Bern­hard Heim

Schlaf- und Wohn­ber­ater und Reisekissenschläfer

 

 

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