Hurra wir gehn auf Reisen #157
Reisestress, Reisekrankheit, Reiseschlaf
Kurz nach Mitternacht kippen Petra und Max Döbeli todmüde ins Bett.
Ihre Kinder haben vor Aufregung nicht in den Schlaf gefunden, Max hat sich im letzten Moment erinnert, dass das Schlauchboot nach der letzten Flussfahrt nicht mehr ganz dicht war und Petra hat am Nachmittag von einer lieben Nachbarin 17 Kilogramm erntefrische Erdbeeren vor die Tür gestellt bekommen.
Stress pur.
Ihre Kleinste hat ein Affentheater veranstaltet, als sie realisierte dass ihr Riesenaffe zu Hause bleiben muss und die zwei älteren Zwillinge haben sich lautstark um den Koffer gestritten.
Um 05.30 Uhr klingelt der Wecker.
Das Drama vom Vorabend geht weiter, als hätte jemand bloss die Pausentaste gedrückt gehalten.
Die Kaffeemaschine will ultimativ gereinigt werden … Kein Kaffee!
Um 06.30 Uhr ist der Kombi bis unters Dach geladen und auch die letzten «Fragen» um die Sitzplätze auf der Rückbank sind geklärt. Los geht’s nach Italien!
Oder auch nur bis zur nächsten Kreuzung.
«Ich habe vergessen, den Schlüssel für die Nachbarin zu legen!», ruft Petra.
Fünf Minuten später geht’s definitiv Richtung Süden.
Die Kinder dürfen auf dem Tablet einen Film schauen, Petra versucht etwas zu schlafen und Max checkt regelmässig den Staumelder für den Gotthardtunnel.
5 Kilometer. Zunehmend.
7 Kilometer. Zunehmend.
11 Kilometer. Zunehmend.
Blinker raus, Gas geben und so viele Deutsche, Holländer und Belgier wie möglich überholen. Jedes Auto zählt. Verbissen, wie die Radrennfahrer bei der Tour de Suisse, kämpft er um jeden Platz weiter vorne … und sorgt für ein «Erinnerungsfoto» – von den «Fotografen in Uniform».
Achteinhalb Stunden, zwei Pausen und drei «Brechhalte» später erreichen sie abgekämpft und entnervt ihr Ziel.
Die Fotos im Internet waren viel schöner als das, was sie antreffen.
Meine lieben HEIMisch-Blogleserinnen und ‑Leser, ich glaube nicht, dass ich mit dieser Geschichte übertrieben habe, bloss etwas verdichtet. Und ich bin überzeugt, dass einige Erinnerungen wach geworden sind.
Falls Ihre Reise noch bevorsteht, hier einige …
Tipps gegen die Reisekrankheit.
- Ist das Auge auf einen Bildschirm konzentriert und nimmt die Bewegung draussen nicht wahr, entsteht sehr viel öfters Unwohlsein. Deshalb: Hörbuch oder Hörspiel statt Bildschirm!
- Machen Sie ein «Vorhersage-Spiel». Zum Beispiel: «Wer sieht als erstes den nächsten Kirchturm!», «…ein gelbes Auto!», «…eine Brücke!» usw. Legen Sie sich zu Hause einen Vorrat an Fragen an. Die Kinder schauen sehr viel mehr in die Ferne und sind aktiv. Das kann helfen.
- Ein kühler Waschlappen, eine kühle Flasche im Nacken oder ein kaltes Getränk – schlückchenweise – können bei aufkommender Übelkeit erstaunlich hilfreich sein.
- Zitrusdüfte werden allgemein als sehr angenehm empfunden – oder Zirben- (Arven-) Duft. ALLE Düfte unbedingt vorher ausprobieren.
- Ein leerer Magen ist meist ebenso schlecht wie ein voller. Deshalb zwischendurch etwas Leichtes wie Salzstängeli anbieten.
- «Kühle» Luft ins Gesicht, zum Beispiel mit einem kleinen Hand-Ventilator, kann Erstaunliches leisten.
- Schläft Ihr Kind, dann sollten Sie vermeiden, dass der Kopf hin und her baumelt. Ein Nackenkissen hilft!
Am allerbesten wirkt die Kombination verschiedener Massnahmen!
Und am Ziel angekommen, wie steht es da um Ihren Schlaf?
Der ultimative Tipp für guten Schlaf
Nehmen Sie Ihr eigenes Kissen mit.
Kein Witz!
Ist es zu gross, dann kaufen Sie ein spezielles Reisekissen und gewöhnen sich schon zu Hause daran.
Zum Schluss noch etwas für die Schlafgourmets: Die HEFEL «TravelLite Opulence». Eine luftig-leichte Bettdecke-Anzug-Kombination, reisefertig verpackt.
«Aber meine Matratze hat nicht Platz im Koffer!», würde Onkel Hubert rufen. Auch dafür gibt es eine Lösung. Kennen Sie das Outdoor Campingbett «Black Grizzly»? Erstaunlich, wie viel Liegekomfort in solch kleinem Packmass Platz findet. Und übrigens lässt es sich auch drinnen verwenden.
Schöne Ferien!
Longevity oder Langlebigkeit
Bezogen auf den Menschen ist damit mehr als die reine Lebensdauer gemeint. Es geht erstens um die Frage, wie alt jemand wird und zweitens, wie viele Jahre davon man gesund, wach und leistungsfähig ist. Mein Partner SAMINA bietet dazu am 10. Juni, 19.00 Uhr ein kostenloses Live-Webinar mit Prof. Amann-Jennson. Wenn Sie dabei sein möchten, können Sie sich hier anmelden.
Nun freue ich mich, Sie in zwei Wochen zum HEIMisch-Blog Nummer 158 – «Langlebigkeit – im doppelten Sinn» – wieder dabei zu haben.
Bis bald!
Ihr Bernhard Heim
Schlaf- und Wohnberater und Reisekissenschläfer
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