Klebrig wie die Hölle, aber himmlisch heilend

 

Was für ein Tag im Wald!

Es war per­fekt, ein­fach wun­der­schön und alle haben es geliebt, rund ums Feuer zu sitzen und gemütlich zu bräteln.

Sie riechen zwar wie ein Rauch­würstchen, müssen sich Reisig­nadeln aus den Haaren bürsten und aus dem Mit­telfin­ger haben Sie ger­ade einen winzi­gen aber ekli­gen Holzs­plit­ter her­aus­ge­zo­gen – aber das ist alles kein Problem.

Wenn nur das kle­brige Zeugs nicht wäre!

Seit ein­er Vier­tel­stunde bear­beit­en Sie Ihre Hände wie eine Wahnsin­nige mit der Bürste, aber das Harz will nicht run­terge­hen. Irgend­wann kapit­ulieren Sie und begin­nen, es mit dem Fin­ger­nagel wegzusch­aben. Das funk­tion­iert zwar einiger­massen, aber Sie kom­men nur quälend langsam voran.

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Wieso machen Sie es nicht auf die ein­fache Art?

Keine Angst, ich will Sie nicht auf den Arm nehmen, aber wenn man weiss, wie man Harz ent­fer­nt, ist es wirk­lich ein­fach. Geben Sie ein paar Tropfen Speiseöl auf  die Stellen mit Harz und ver­reiben Sie das Ganze. Innert kurz­er Zeit löst sich das kle­brige Harz auf und Sie kön­nen das Öl-Harz-Gemisch mit etwas Seife und Wass­er abspülen.

Sie sehen, beim HEIMisch-Blog wer­den Sie unter­hal­ten, informiert und Sie ler­nen auch noch nüt­zliche Dinge.

Bish­er haben wir uns mit den neg­a­tiv­en Eigen­schaften von Harzen beschäftigt, schauen wir uns nun die pos­i­tiv­en an. Ich bin wed­er Arzt, noch Apothek­er oder Heil­prak­tik­er, aber für mich gibt es keine bessere Wund­salbe als die Harzsalbe. Auch für Entzün­dun­gen aller Art ver­wende ich sie häu­fig und mit Erfolg. Ehrlich gesagt habe ich bis vor eini­gen Jahren nichts von dieser Salbe gewusst, erst über die Videos und Büch­er von Erwin Thoma, dem Holz100-Pio­nier, bin ich auf sie gestossen und benutze sie sei­ther regelmässig.

Vor allem im Buch «Die san­fte Medi­zin der Bäume», das er zusam­men mit Uni­ver­sität­spro­fes­sor Dok­tor Max­i­m­il­ian Moser, einem hochange­se­henen Medi­zin­er, geschrieben hat, zeigt Erwin Thoma, dass die grossar­tige Wirkung der Harz- oder wie er in Öster­re­ich sagt, der Pech­salbe, nichts mit Voodooza­uber zu tun hat, son­dern wis­senschaftlich erwiesen ist. Thoma ist übri­gens ein bril­lianter Geschicht­en­erzäh­ler, von ihm gibt es viele Videos auf YouTube, die ich nur empfehlen kann. Er gibt darin einige Beispiele über die Wirkung der Salbe zum Besten, die einen fast vom Stuhl hauen, so unglaublich klin­gen sie. Und ja, es gibt sog­ar einige Kliniken, welche die Harzsalbe verwenden.

Hier einige Videos von Erwin Thoma:

Eco2friendly Day 2018: Der Wald und die Bäume sind unsere Vorbilder

KenFM im Gespräch: mit Erwin Thoma | Die Macher

KenFM im Gespräch mit Erwin Thoma | Strate­gien der Natur

[KenFM zeigt] Erwin Thoma | Die geheime Sprache der Bäume

 

Lei­der wur­den auch einige Videos von Erwin Thoma von YouTube gelöscht, was ich gar nicht ver­ste­hen kann!

Die Fichte und die Lärche sind sehr harzhaltige Bäume

Die Rinde der Fichte
Die Rinde der Lärche.

Thoma spricht zwar immer von der Lärchen­pech­salbe – in Öster­re­ich wird das Harz als Pech beze­ich­net – die Salbe funk­tion­iert aber eben­so gut mit Ficht­en­harz oder einem Gemisch. In Apotheken und Droge­rien find­et man sie (lei­der) nur äusserst sel­ten, ich habe jedoch eine gute Nachricht! Sie kön­nen die Harzsalbe selb­st her­stellen. Machen Sie einen gemütlichen Spazier­gang durch einen Ficht­en- oder Lärchen­wald, nehmen Sie ein Sackmess­er und ein kleines Geschirr mit, in das Sie das gefun­dene Harz abfüllen. Suchen Sie ver­let­zte Bäume, die Harz pro­duziert haben, um die Wunde zu ver­schliessen. In der Regel pro­duzieren die Bäume sehr viel mehr, als sie bräucht­en und Sie kön­nen die äusser­ste Schicht abschnei­den. Acht­en Sie bitte darauf, auf keinen Fall zu viel Harz zu ent­fer­nen, Sie wür­den dadurch den Baum gefährden. Es emp­fiehlt sich übri­gens, etwas Speiseöl mitzunehmen, um anschliessend das Sackmess­er und die Hände vom Harz zu reinigen.

Alles Weit­ere zur Salbe find­en Sie im hier ver­link­ten Rezept. Soll­ten Sie die dort ange­sproch­enen Uten­silien nicht zur Ver­fü­gung haben, nehmen Sie ein­fach, was Sie zur Hand haben.

PS: Falls Sie die Pech- /Harzsalbe nicht sel­ber her­stellen möcht­en, habe ich hier eine Bezugsquelle.

 

Nun freue ich mich, Sie beim näch­sten Blog­beitrag zum The­ma «Green­wash­ing» wieder dabeizuhaben.

 

Bis bald!

 

Ihr Bern­hard Heim

Schlaf- und Wohn-Berater und Harzsal­ber (nicht Quacksalber😉)

 

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