Was hat Fasten mit Schlafen zu tun?

Gemütlich haben Sie sich in den Ses­sel gefläzt. Die Hand greift mech­a­nisch im 10-Sekun­den-Takt nach rechts, wird zum Mund geführt, ver­har­rt dann einen Moment entspan­nt auf dem Bauch, bis sie wieder nach rechts aus­ge­fahren wird, zugreift, zum Mund geht…

Der abendliche Kri­mi ist so span­nend, Sie kön­nen den Blick nicht vom Bild­schirm lösen, aber das ist auch nicht nötig, Ihre Hand find­et mit traumwan­d­lerisch­er Sicher­heit ihr Ziel. Tausend­fach prak­tiziert! Bis Sie irgend­wann ins Leere greift und Sie sich fra­gen, wohin die Pommes Chips ver­schwun­den sind.

Früher waren die Pack­un­gen grösser.

Ganz sich­er!

Szenen­wech­sel.

Zu Beginn Ihrer Beruf­skar­riere waren die Dinger ver­schämt in der unter­sten Schublade ver­sorgt – ganz zuhin­ter­st. Sie mussten sich bück­en und herumkra­men um her­anzukom­men. Mit den Jahren sind sie immer weit­er nach oben gewan­dert. Heute liegen die Süs­sigkeit­en in der ober­sten Schublade und sind bequem erre­ich­bar. Immer etwa Mitte Nach­mit­tag meldet sich das Schoko-Teufelchen, rumort in Ihren Eingewei­den und lenkt Sie vom konzen­tri­erten Arbeit­en ab. Früher haben Sie sich noch dage­gen gewehrt und es möglichst lange her­aus­gezögert, bis die Hand ver­schämt zur Schublade geglit­ten ist. Heute ist das anders. Sie wis­sen, dass Sie viel schneller wieder effizient arbeit­en, wenn Sie das Teufelchen ruhig stellen, also geben Sie dem Drang sofort nach – selb­stver­ständlich aus reinem Pflichtbewusstsein.

Und dann gibt es noch dieses Ding mit dem urschweiz­erischen Namen: Das Bettmümpfe­li. Früher war es tat­säch­lich ein Mümpfe­li, heute ist es eher ein Mumpf oder gar ein Super-Mumpf. Für alle, die des Dialek­ts nicht mächtig sind, hier die Über­set­zung: ein Bettmümpfe­li ist ein Häp­pchen vor dem Schlafenge­hen. Eine liebge­wonnene Tra­di­tion aus Gross­mamis Zeit­en, als Sie nach dem Aben­dessen noch ins grosse Glas greifen und mit Ihrem kleinen Händ­chen etwas Leck­eres her­aus­fis­chen durften. Heute sind die Händ­chen deut­lich gröss­er und das Her­aus­fis­chen erin­nert eher an Schleppnetz-Fischerei.

Nun aber Schluss mit der Vorrede, kom­men wir zum eigentlichen The­ma, dem Fasten.

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Mit Leichtigkeit schlafen

Aber, was hat Fas­ten mit dem «Schlaf-Holz-Wohn-öko-Bern­hard Heim» zu tun?

Es geht mir um ganzheitlich­es Wohlbefind­en, was viel zu einem guten Schlaf beiträgt.

Wer sein­er Ver­dau­ung nie eine Ruhep­ause gön­nt, darf sich nicht wun­dern, wenn diese keine Ruhe gibt und immer irgend­wie herum­ru­mort. Fas­ten ist, wie wenn Sie den Haushalt entrüm­peln oder einen Früh­lingsputz machen. Alles wirkt nach­her viel schön­er, und Sie fühlen sich wohler in Ihren vier Wänden.

Diesen Früh­ling habe ich selb­st einen Früh­lingsputz, sprich eine Fas­tenkur, gemacht, um meinen Kör­p­er zu ent­giften. Die fünf bis sechs Kilo­gramm Gewichtsver­lust sind dabei nur eine pos­i­tive Begleit­er­schei­n­ung gewe­sen. Die ganze Kur hat bloss zwei Wochen gedauert, aber ich sage Ihnen, zwei Wochen sind 14 Tage, sind 336 Stun­den, sind 20‘160 Minuten und das kann ver­flixt lange sein.

Während der ersten Vor­bere­itungs-Woche habe ich nur noch Früchte, Gemüse und Salat gegessen und auf Zuck­er, Salz, Alko­hol und Kaf­fee verzichtet. In der zweit­en, der eigentlichen Fas­ten­woche, habe ich jew­eils über den Vor­mit­tag verteilt einen Früchte-Gemüse-Wild­kräuter-Smooth­ie zu mir genom­men und am Abend eine aus­gekochte Gemüs­esuppe (nur die Flüs­sigkeit, ohne Gemüse und ohne Salz – genau genom­men ist es heiss­es Wass­er mit Gemüsearoma).

Die ersten drei Tage ohne feste Nahrung waren ziem­lich hart. In der vierten Nacht bin ich im Traum in eine Pizze­ria einge­brochen und habe mir genüsslich eine Riesen­piz­za… nein, das stimmt jet­zt wirk­lich nicht, aber es war schon hart.

Ab dem vierten Tag hat­te sich der Kör­p­er umgestellt, und ein angenehm leicht­es Gefühl hat sich eingestellt. Ich weiss, dass es nach einem Wider­spruch klingt, aber ich habe in der Folge mit einem Gefühl von Leichtigkeit tief und fest geschlafen.

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Nach der zweit­en Woche habe ich mich echt auf das Fas­ten­brechen gefreut. Übri­gens sagt das englis­che «Break­fast» (Früh­stück) genau dies aus:
Fas­ten­brechen nach der Nacht. Wer sich jet­zt vorstellt, dass ich mich am ersten Tag danach wie ein Mäh­dresch­er quer durch ein Buf­fet gefut­tert habe, täuscht sich gewaltig. Die ersten Tage isst man nur wenig und leicht, um den Organ­is­mus behut­sam wieder an feste Speisen zu gewöhnen.

Heute esse ich wieder nor­mal, gönne mir hin und wieder ein Glas Wein und einen Kaf­fee, aber ich werde das Fas­ten in meine Jahre­s­pla­nung aufnehmen. Min­destens einen «Früh­lingsputz» pro Jahr gönne ich mir.

Schon länger prak­tiziere ich das Kurzzeit­fas­ten, auch 16/8‑Fasten genan­nt. Was es damit auf sich hat, erzäh­le ich Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt.

Der heutige Wet­tbe­werb hat nichts mit dem The­ma zu tun, ich möchte Ihnen die Gele­gen­heit geben, sich ein­mal mit Kapok auseinan­derzuset­zen, einem Mate­r­i­al, das ausseror­dentliche Eigen­schaften besitzt. Beant­worten Sie mir die Frage, ob man die Kapok­fas­er auch spin­nen kann und Sie haben die Chance auf einen schö­nen Preis. Unter allen richti­gen Antworten (bis spätestens 21. Juni) ver­lose ich ein DORMIENTE Kapok-Kissen «Isopil­lo Med»

 

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Beim näch­sten Blog­beitrag geht es um die Arve/Zirbe und deren Wirkung auf uns Men­schen. Ich freue mich, Sie auch in 2 Wochen wieder dabei zu haben.

 

Bis bald!

 

Ihr Bern­hard Heim

Schlaf- und Wohn-Berater und Fastenpraktizierer

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Markus Laffer am 12. Juni 2021 um 20:40

    Man kann sie spinnen.

    Liebe Grüsse
    Markus

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