Klang und Bedeutung

 

Bou­ba oder Kiki?

Spitz oder rund?

Ord­nen Sie bei­den Namen auf der ersten Zeile einem Adjek­tiv auf der zweit­en zu.

Wenn Sie unsich­er sind, sprechen Sie Namen laut aus.

Ich wette, dass 100 Prozent der HEIMisch-Blog-Leserin­nen und ‑Leser exakt gle­ich zuordnen.

Bou­ba = rund, Kiki = spitz.

Inter­es­sant ist, dass die Men­schen fast über­all auf der Welt gle­ich zuord­nen. Man nen­nt dies den Bouba/Ki­ki-Effekt, ein span­nen­des Phänomen aus der Wahrnehmungspsy­cholo­gie. Men­schen neigen dazu, bes­timmte Laute mit bes­timmten For­men zu verbinden, obwohl es dafür keinen logis­chen Grund gibt. Ein weit­eres Beispiel dafür: Welch­es der bei­den fol­gen­den Wörter passt zu gross, weich und schwer?

Maluma.

Takete.

Die aller­meis­ten antworten mit Maluma.

Es gibt ein paar Erk­lärungsan­sätze, wieso das so ist. Ein­er der wichtig­sten ist die Klangsym­bo­l­ik. Durch Vokale wie ou und die weichen Bs klingt Bou­ba rund und weich. Die hart klin­gen­den Ks kom­biniert mit den kurzen Is lassen uns etwas Spitzes und Hartes assozi­ieren. Man geht davon aus, dass unser Gehirn intu­itiv gewisse Klänge mit entsprechen­den Bedeu­tun­gen kop­pelt. Fir­men nutzen diese Effek­te bei Markennamen.

Pal­mo­live und Pril sind zwei Hand­ab­waschmit­tel. Welch­er Marken­name klingt eher weich und welch­er eher hart?

Ich weiss, diese Frage war fast zu ein­fach. Und jet­zt nehmen wir die Werbe­sprüche dazu:

Pal­mo­live: «Zärtlich zu Ihren Hän­den, gründlich mit Ihrem Geschirr», «Pflegt die Hände schon beim Spülen»

Pril: «Pril spült reinigt trock­net glanzk­lar», «Willst du viel, spül’ mit Pril!»

Inner­lich muss ich schmun­zeln, wenn ich mir vorstelle, wie Sie sich am Kopf kratzen und fra­gen, wohin ich Sie mit dieser Ein­leitung führen will. Und was Hand­ab­waschmit­tel mit «Gesund schlafen. Natür­lich wohnen» zu tun haben.

Ganz ein­fach: Sprechen Sie das Wort «Rhon­chopathie» laut aus!

Verbinden Sie es mit etwas Angenehmem oder Unan­genehmem? Ich glaube, wir sind uns einig, es ist kein Sym­pa­thi­eträger. «Rhonch- am Anfang kratzt förm­lich im Hals, es klingt rau und kehlig. Muss ich dazu ein passendes Verb liefern, komme ich als erstes auf röcheln.

Wis­sen Sie, was Rhon­chopathie bedeutet?

Schnar­chen oder präzis­er Schnarch-Lei­den, weil «-pathie» in der Medi­zin für Krankheit, Lei­den oder Störung steht.

Das war ein hartes Stück Arbeit, Sie zum eigentlichen The­ma hinzuführen, dem Schnar­chen und was man dage­gen tun kann.

 

Wie entste­ht Schnarchen?

Stellen Sie sich eine Fahne im Wind vor. Sie flat­tert,  und wenn der Wind stark genug bläst, knat­tert sie. Ähn­lich entste­ht das Schnar­chen. Im Schlaf entspan­nen sich die Muskeln im Rachen­raum (Zunge, Gau­mensegel, Zäpfchen, Rachen­wände), der Luftweg wird enger. Wenn jet­zt Luft hin­durch­strömt, begin­nt das lockere Gewebe zu flat­tern oder vib­ri­eren, was das typ­is­che Schnar­chgeräusch erzeugt. Je enger oder weich­er der Atemweg, desto stärk­er die Vibra­tion, sprich, das Schnarchen.

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5 typ­is­che Ursachen für Schnarchen

  1. In der Rück­en­lage fällt die Zunge nach hin­ten und verengt den Luftweg.
  2. Übergewicht sorgt für mehr Gewebe im Hals und damit eben­falls für eine Verengung.
  3. Alko­hol entspan­nt die Muskeln zusätzlich.
  4. Eine ver­stopfte Nase sorgt dafür, dass mehr Luft durch den Rachen strömt und das Gewebe zum Vib­ri­eren bringt.
  5. Anatomis­che Fak­toren wie ein enges Kiefer­pro­fil begün­sti­gen Schnarchen.

Zum Schluss wer­fen wir noch einen Blick auf die ein­fach­sten Gegenmittel.

 

5 Tipps gegen das Schnarchen

  1. Schlafen Sie in Seit­en- statt Rück­en­lage, das hil­ft sehr oft.
  2. Reduzieren Sie Gewicht und damit auch Gewebe im Rachenraum.
  3. Trinken Sie drei bis vier Stun­den vor dem Schlafenge­hen keinen Alko­hol mehr.
  4. Sor­gen Sie mit (natür­lichen) Nasen­sprays, Nasenpflastern oder Dampf­bädern für eine offene Nase.
  5. Leg­en Sie sich einen Bet­tkeil zu, er ver­min­dert das Zurück­fall­en der Zunge, das weiche Gewebe wird weniger stark einge­so­gen und die Nase ist oft freier.

Und übri­gens, soll­ten Sie mit Diäten noch keinen Erfolg gehabt haben, hier ein Gratis-Tipp: Wenn Sie fit sein möcht­en, dann machen Sie zum Beispiel drei ver­schiedene Sportarten, richtig? Wenn Sie also abnehmen möcht­en, dann befol­gen Sie am besten drei Diäten gle­ichzeit­ig. Das hat den Vorteil, dass Sie immer gut satt werden. 😉

 

Nun freue ich mich, Sie in zwei Wochen zum HEIMisch-Blog Num­mer 153 – «Stoff-Fre­quen­zen» wieder dabei zu haben.

 

Bis bald!

 

Ihr Bern­hard Heim

Schlaf- und Wohn­ber­ater und Rhonchopatheur

 

 

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