Eisbaden #147
Ist Frieren tatsächlich gesund?
Wissen Sie, was am 4. Januar 2026 war?
Sonntag!
Richtig.
Winter!
Auch richtig.
Der erste Sonntag im neuen Jahr!
Nochmals richtig.
Kalt!
Falsch. Sehr kalt!! Bei uns am Sempachersee stiegen die Temperaturen den ganzen Tag nie über ‑3° C.
Wissen Sie, was ich an diesem kalten Wintersonntag gemacht habe?
Sie werden auf Spazieren tippen oder Schlittschuhlaufen, Schlitteln, Skifahren, vor dem eingeheizten Ofen sitzen, Glühwein trinken … und immer falsch liegen.
Ich war baden im Sempachersee.
Sie brauchen keine neue Brille, Sie haben richtig gelesen. Meine Frau und ich waren baden.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich, wie Sie alternativ die Stirn runzeln oder sich mit dem Zeigefinger an den Kopf tippen. Ich versichere Ihnen, wir haben es im Vollbesitz unserer geistigen Kräfte getan und nicht mehr unter Silvester-Nachwehen gelitten.
Sollten Sie also einmal im Winter am Sempachersee entlangfahren und zwei Gestalten in den See steigen sehen, kann es sein, dass wir das sind. Seit unserem Umzug im Frühsommer 2025 haben wir das Glück, so nahe am See zu wohnen, dass wir regelmässig in den See hüpfen können. Über den Sommer, war das keine Herausforderung, aber mit Herbstbeginn hat sich der See soweit abgekühlt – aktuell misst er etwa 6–7° C – dass sich das Badevergnügen in Grenzen gehalten hat.
Ausser …
Man legt es bewusst darauf an, ins kalte Nass zu gehen.
Eisbaden nennt sich das, und wir praktizieren es mittlerweile regelmässig. Sie glauben es nicht, aber man kann sich tatsächlich daran gewöhnen, macht eine Menge Spass und auch ein Wenig süchtig. Es stellt sich bloss die Frage, ob wir den Sempachersee im Sommer bei 27° C auch noch angenehm empfinden werden? Wir werden sehen – und sonst suchen wir uns irgendeinen netten Gletschersee 😊.
Eisbaden als gesunder Trend
Seit einigen Jahren wächst das Interesse stetig. Immer mehr Menschen versuchen sich darin, insbesondere weil die positiven Effekte auf Gesundheit, Wohlbefinden und Schlaf unbestritten sind. Während man im Eisbad befindet, arbeitet der Körper auf höchster Stufe. Der Puls schiesst hoch, die Atmung wird schneller, die Gefässe verengen sich, der Sympathikus wird aktiviert (mehr zum Sympathikus im Beitrag «Sympathie #98»), Adrenalin, Endorphine und Dopamin werden ausgeschüttet …
Ich könnte die Liste fast endlos fortsetzen, aber es reicht, wenn Sie wissen, dass im Körper die Post abgeht. Verlassen Sie das Wasser, wird der Parasympathikus angeregt, das heisst, es breitet sich nach einem ersten Gefühl von «High» – einem echten Glücksgefühl, das ich aus eigener Erfahrung kenne – zunehmend Ruhe und Klarheit aus. Ihr Immunsystem wird gestärkt, sie fühlen sich robuster und sind guter Laune.
Wie geht Eisbaden?
Wenn Sie es auch einmal ausprobieren möchten, empfehle ich Ihnen folgendes Vorgehen:
- Steigen Sie langsam ins Wasser (Anfänger eventuell mit Neopren-Anzug)
- Lassen Sie den Kopf über Wasser, und tragen Sie eine Mütze
- Beginnen Sie mit einer Minute Verweildauer und steigern Sie maximal auf fünf bis zehn Minuten im Wasser (ca. pro Grad Wassertemperatur = 1 min.)
- Duschen Sie direkt danach NIE HEISS!
- Ziehen Sie sich anschliessend warm an und bewegen Sie sich moderat.
Alternativ können Sie auch in der Badewanne mit kaltem Wasser (oder Schnee) eisbaden. Hier gilt dieselbe Regel wie im See: NIE ALLEINE! Und klären Sie in jedem Fall vorher ab, ob es für Sie irgendwelche Risiken gibt.
Ich weiss, es braucht am Anfang ziemliche Überwindung, aber Sie werden die positiven Effekte spüren – und womöglich auch entspannter schlafen. Probieren Sie es aus!
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Nun freue ich mich, Sie in zwei Wochen beim Thema «menschliche Rückstauklappen» wieder dabei zu haben.
Bis bald!
Ihr Bernhard Heim
Schlaf- und Wohnberater und Eisbader
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