Lerchen und Eulen

 

Meine Nase schmerzt ziemlich!

Die Schür­fwunde an der Nasen­spitze ist übel und vor allem sehe ich aus, als wäre ich bei einem Boxkampf als Ver­lier­er aus dem Ring gegan­gen. Ich sage Ihnen, eine Schür­fwunde mit­ten auf der Nase ist höchst unan­genehm und in der Öffentlichkeit wird man im Ver­hält­nis 10:1 belächelt respek­tive bedauert. Das umgekehrte Ver­hält­nis würde den Schmerz etwas erträglich­er machen.

Dabei! Wenn die wüssten!

Ich habe keinen Boxkampf ver­loren, bloss jenen gegen die Müdigkeit am Mor­gen. Die let­zten Tage habe ich mich nur mit Mühe und Not aus dem Bett gekämpft und den Kopf im Halb­schlaf so tief hän­gen lassen, dass meine Nase über den Boden gescheuert hat. Kein Wun­der lei­de ich unter diesen ver­maledeit­en Schür­fwun­den. (Übri­gens ist ver­maledeit wieder so ein Wort, das heute kaum mehr gebraucht wird. Es ist ein Syn­onym zu «ver­flucht» und würde früher ten­den­ziell ver­wen­det, um das deftige Schimpf­wort zu vermeiden.)

Let­zten Fre­itag war wieder ein­mal so ein Mor­gen, da bin ich zuerst auf allen Vieren aus dem Schlafz­im­mer gekrochen, habe meinen Kopf in einen 20 Liter-Eimer Kaf­fee gesteckt, bin danach unter die Dusche ger­obbt, um mich eiskalt abzuduschen, und was ist geschehen?

Ich bin während des Abtrock­nens im Ste­hen wieder eingeschlafen.

Und bei diesem Kampf gegen die Spin­nweben im Gehirn habe ich vergessen, dass es HEIMisch-Blog-Fre­itag ist!

Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie so lange habe warten lassen! Dafür nehme ich meinen Faux-Pas (falsch­er Schritt, Fehler – klingt bloss etwas schön­er als «Fehler») zum Anlass, um über dieses The­ma, einige Worte zu verlieren.

 

Lerchen und Eulen

Unter den Men­schen gibt es die soge­nan­nten Lerchen (Mor­gen­men­schen) und die Eulen (Abend- oder Nacht­men­schen). Eine Lerche hüpft mit dem ersten Vogel­gezwitsch­er gut­ge­launt aus dem Bett und ist gle­ich so wach, dass sie anspruchsvoll­ste Sudokus lösen kön­nte. Das Eulenge­hirn hinge­gen ist noch bis spätabends zu Höch­stleis­tun­gen fähig, braucht dafür früh­mor­gens Elek­troschocks, um anzus­prin­gen. Diese Ver­an­la­gung ist grössten­teils genetisch bed­ingt, es gibt jedoch ein paar Tricks, um der Eule auf die Sprünge zu helfen.

 

Energie am Morgen_HEIMisch-#101_Beitragsbild im Text_Lerche
Die Feldlerche – lei­der bei uns sel­ten geworden
Energie am Morgen_HEIMisch-#101_Beitragsbild im Text_Eule
Auch der scheue Uhu trifft man nur sel­ten mehr an

Tipps und Tricks zum bessern Aufwachen

  1. Gön­nen Sie sich genü­gend Schlaf. Das klingt banal, aber es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass man nach acht Stun­den Schlaf ein­fach­er auf­ste­ht, als nach fünf Stunden.
  2. Posi­tion­ieren Sie Ihren Weck­er ausser­halb Ihrer Reich­weite, damit Sie am Mor­gen auf­ste­hen müssen, um den Alarm auszuschalten.
  3. Sor­gen Sie dafür, dass am Mor­gen Tages­licht ins Zim­mer fall­en kann. Das stoppt die Auss­chüt­tung des Schlafhor­mons Mela­tonin (siehe auch #31 Mela­tonin) und lässt Sie wach wer­den. Zumin­d­est im Som­mer­hal­b­jahr ist das ein bewährter Helfer.
  4. Führen Sie ein kleines Mor­gen­ritu­al ein, worauf Sie sich freuen. Es motiviert Sie, die Bettdecke schwungvoll zurück­zuschla­gen und das warme Bett zu verlassen.
  5. Trinken Sie noch vor dem Mor­genkaf­fee ein Glas warmes, gesalzenes Wass­er auf nüchter­nen Magen. Es bringt den Kreis­lauf zuver­läs­sig in Schwung.
  6. Machen Sie es wie die Hun­de­hal­ter, gehen Sie direkt nach dem Auf­ste­hen auf einen kurzen Spazier­gang. Sollte die Sonne in Strö­men scheinen, kön­nen Sie auch zu Hause einige Gym­nas­tikübun­gen machen und sich so auf Touren bringen.
  7. Beson­ders effek­tiv, aber auch ziem­lich heftig sind Wech­sel­duschen. Warmes und kaltes Wass­er im schnellen Wech­sel vertreiben den Schlaf zuver­läs­sig und schnell. Acht­en Sie dabei auf ein kor­rek­tes Vorge­hen, um den Kör­p­er zumin­d­est anfänglich nicht zu überfordern.

Zum Schluss möchte ich noch etwas auflösen: Die Geschichte von mein­er geschürften Nase ist frei erfun­den. Ich bin ein Mor­gen­men­sch – eine Lerche – und habe keine Mühe, schon früh­mor­gens auf Betrieb­stem­per­atur zu kommen.

 

Wettbewerb – letzte Chance!

Wenn Sie die let­zte Chance pack­en möcht­en, um 1 Woche Ferien zu gewin­nen, soll­ten Sie möglichst bald den Jubiläums­blog #100 lesen und die dort gestellte Frage bis diesen Fre­itag, 21. April beant­worten. Zu gewin­nen gibt es eine Woche Ferien in ein­er wun­der­schö­nen und garantiert ein­er der gesün­desten Ferien­woh­nun­gen der Schweiz. Ein­er Woh­nung voll­ständig im Holz100-Stan­dard gebaut.

Nun freue ich mich, Sie beim näch­sten Blog zum The­ma «Kör­p­er-Erdung» wieder dabei zu haben.

 

Bis bald!

 

Ihr Bern­hard Heim

Schlaf- und Wohn­ber­ater und Frühaufsteher

 

 

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