Krebsvorsorge im Wald

Einen Waldspazier­gang machen, joggen durch den Wald, ein Fest in ein­er Wald­hütte feiern, Pilze suchen im Wald, am Wal­drand auf einem Bänkchen sitzen und entspan­nen, Ver­steck­en spie­len im Wald, im Wald um ein Feuer sitzen, einen Ameisen­haufen im Wald bestaunen, sich im Wald unter einen Baum set­zen und träu­men, bräteln im Wald, im Wald Hei­del­beeren suchen, auf einen Baum im Wald klet­tern,…

Was haben alle diese Aktiv­itäten gemein?

Vielle­icht denken Sie jet­zt, ich habe nicht mehr alle Tassen im Schrank, weil ich nach dieser Aufzäh­lung eine solche Frage stelle. Sie kön­nen sich­er sein, mein Tassenset ist voll­ständig und, von eini­gen alters­be­d­ingten Abnutzungser­schei­n­un­gen abge­se­hen, unbeschädigt, aber die Antwort, auf die ich abziele, ist eine andere, als jene, die Sie gedacht haben. «Alles find­et im Wald statt», wäre wahrschein­lich Ihre Antwort gewe­sen. Das stimmt, aber wäre die Frage so ein­fach zu beant­worten, wäre das eine Belei­di­gung für Ihre Intel­li­genz und diesem Vor­wurf möchte ich mich keines­falls aus­set­zen.

Alle diese Aktiv­itäten sind gesund und wenn ich «gesund» schreibe, meine ich es tat­säch­lich. «Gäääähn», ich sehe schon, wie die ersten Zeigefin­ger kurz gezuckt haben, um den Blog­a­r­tikel wegzuk­lick­en. Das wäre ein gross­er Fehler, ehrlich!

Die Aktiv­itäten sind aus medi­zinis­ch­er Sicht gese­hen gesund­heits­förder­lich und das sagt nicht ein Holzwurm wie ich, son­dern renom­mierte Wis­senschaftler haben es mit Stu­di­en belegt. In Japan ist das so genan­nte «Shin­rin Yoku», über­set­zt «ein Bad in der Atmo­sphäre des Waldes nehmen», für die Gesund­heitsvor­sorge staatlich anerkan­nt.

 

In meinen Aus­führun­gen in diesem Blog stütze ich mich auf das Buch «Der Bio­phil­ia-Effekt. Heilung aus dem Wald.» von Clemens G. Arvay und ich ver­sichere Ihnen, dass es mir äusserst schw­er gefall­en ist, mich auf wenige Punk­te zu beschränken, weil das Buch prop­pen­voll ist mit teil­weise fast unglaublichen aber wis­senschaftlich belegten Fak­ten.

Starten wir mit einem heiklen The­ma, dem Krebs: Unser Knochen­mark pro­duziert so genan­nte Killerzellen, die im Blut durch den Kör­p­er trans­portiert wer­den, um ihre Auf­gabe zu erfüllen, näm­lich Blut- oder Kör­perzellen abzutöten, die mit Viren infiziert sind. Genau das Gle­iche machen sie mit Tumorzellen oder entarteten Zellen, die zu Krebs führen kön­nten. Zusam­menge­fasst töten die natür­lichen Killerzellen unseres Immun­sys­tems Viren, ver­min­dern die Entste­hung von Krebs und bekämpfen beste­hende Tumorzellen.

Aber was haben Killerzellen und Wald miteinan­der zu tun?

Bäume stossen Ter­pene aus, das sind ihre Boten­stoffe, um miteinan­der zu kom­mu­nizieren. Hal­ten wir uns im Wald auf und atmen die wun­der­bare Wald­luft ein, dann nehmen wir Ter­pene zu uns und kurbeln damit die Pro­duk­tion von Killerzellen gewaltig an: Ein Tag im Wald erhöht die Anzahl der natür­lichen Killerzellen um fast 40 Prozent! Der Prozentsatz sinkt in der Folge langsam ab, aber nach sieben Tagen hat man immer noch mehr dieser Zellen im Blut als üblich. Es kommt noch bess­er, nach einem Wald-Tag hat man nicht nur mehr Killerzellen, son­dern auch wesentlich akti­vere. Zwei Tage hin­tere­inan­der im Wald steigert die Anzahl um über 50 Prozent und deren Aktiv­ität nochmals um über 50 Prozent. In diesem Fall hält der Effekt sagen­hafte dreis­sig Tage an.

Und das Beste: Sie müssen nichts tun, als in den Wald zu gehen. Allein durch das Im-Wald-sein stärken Sie Ihr Immun­sys­tem und tun etwas für die Kreb­svor­sorge.

Eigentlich unglaublich.

Wenn Sie also das näch­ste Mal von der pos­i­tiv­en Wirkung eines Waldspazier­gangs schwär­men und belächelt wer­den, lächeln Sie zurück und nen­nen ein paar Zahlen.

 

Am Anfang des Blogs habe ich Ihnen eine ver­meintlich ein­fache Frage gestellt, jet­zt wird es anspruchsvoller: Wieso ist Eichen­holz so lange halt­bar? (Es gilt, was auf mein­er Web­site ste­ht.)

Dieses Mal ver­lose ich unter allen richti­gen Ein­sendun­gen (bis spätestens 5. Okto­ber) ein Exem­plar des Buch­es «Der Bio­phil­ia-Effekt. Heilung aus dem Wald.» von Clemens G. Arvay.

 

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Bis bald!

 

Ihr Bern­hard Heim

Schlaf- und Wohn­ber­ater und Wald-Fan

5 Kommentare

  1. Veröffentlich von Elisabeth am 2. Oktober 2020 um 17:13

    Lieber Bern­hard
    Dein pos­i­tiv­er Blog wird Clemens Arvay sehr gut tun, da er zur Zeit ja sehr mutig von Tat­sachen zum Coro­na-Geplap­per spricht! Sein Buch und seine aktuellen Beiträge sind Spitze! Er hat uns schon lange sehr Wichtiges zur Natur und uns zu sagen! Grüsse aus dem Wald!

    • Veröffentlich von Bernhard Heim (öko trend) am 3. Oktober 2020 um 11:57

      Liebe Elis­a­beth

      Her­zlichen Dank für deinen Kom­men­tar, welch­er mich sehr gefreut hat. Ja solche aufrichtige und mutige Meschen brauchen wir. Vor allem in diese ver-rück­ten Zeit des Wan­dels.

      Beste Grüsse und viel Erfreulich­es

      Bern­hard

  2. Veröffentlich von Grisenti Yolanda am 2. Oktober 2020 um 16:32

    Der Gerb­säurege­halt ist für die Halt­barkeit ver­ant­wortlich, Stimmts?
    LG Yolan­da

    • Veröffentlich von Bernhard Heim (öko trend) am 6. Oktober 2020 um 8:28

      Liebe Yolan­da

      Danke für das Mittmachen beim Wet­tbe­werb, es hat sich für dich gelohnt. Denn du hast die richtige Antwort geliefert, es ist die Gerb­säure im Eichen­holz, welch­es so dauer­haft und wider­stands­fähig macht.

      Her­zliche Grat­u­la­tion zum Buch «Der Bio­phil­ia-Effekt. Heilung aus dem Wald.»

      Bern­hard

  3. Veröffentlich von Markus Laffer am 2. Oktober 2020 um 13:05

    Schwin­dung von Eichen­holz ist gröss­er als bei den genan­nten Holzarten und damit eher ungün­stiger. All­ge­mein betra­chtet weist Eichen­holz ein gutes Ste­hver­mö­gen auf. Je enger die Jahrringe, desto bess­er das Schwind­ver­hal­ten.

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