Der Birnbaum, gedämpft

Die Kulturbirne (Pyrus communis) wurde ursprünglich aus der wilden Holzbirne (Pyrus pyraster) gezüchtet, die bis zu 20 Meter hoch werden kann. Der Baum wächst gerne auf trockenen, tiefgründigen Böden und begleitet die menschliche Kultur seit der Steinzeit. In der Form der Krone und den Blättern können wir die Gestalt der Birnenfrucht wieder finden. Der starke Stamm und die tiefen Wurzeln vermitteln festen Halt in der Erde. Im Herbst sind alte Birnbäume ein Magnet für Wildtiere, die sich die Früchte vor der kommenden kargen Winterzeit als Festmahl schmecken lassen.

Aussehen

Der mittelgroße Baum hat freistehend die Form einer Birne. Er wird bis zu 15  Meter hoch und kann einen Durchmesser bis zu 90 Zentimeter erreichen. Die schwarzgraue Rinde ist tiefrissig und bildet rechteckige Platten. Die Äste sind steil aufwärts gerichtet. Die ziemlich kleinen Blätter sind schwach ledrig, eiförmig und leicht gesägt mit langen, elastischen Stielen. Die Blüten sind weiß. Das zerstreutporige Holz ist rötlich braun, häufig mit Wimmerwuchs und Markflecken. Die Jahrringe sind durch eine feine Herbstholzlinie begrenzt. Die feinen Gefäß und Markstrahlen sind von bloßem Auge nicht erkennbar.

Eigenschaften und Verwendung

Das feine Holz ist hart, sehr dicht und schwer spaltbar. Es lässt sich gut bearbeiten, drehen, schnitzen und messern.  Ebenso ist es für das Leimen, Lackieren und Polieren gut geeignet. Es trocknet langsam, neigt zum Werfen, schwindet wenig und ist im Trockenen sehr dauerhaft. Um dem Birnbaumholz die Neigung zur Verwerfung zu nehmen, wird es oft gedämpft, (eine Art kochen in einer Dampfgrube) was die rötliche Färbung des Holzes sichtbar verstärkt. Es wird für Instrumente (Flöten) und im Möbelbau sehr geschätzt. Schwarz gebeiztes Birnenholz bezeichnet man auch als „deutsches Ebenholz“. Der Baum ist oft drehwüchsig, was bei der Verarbeitung zu einem besonderen Möbelstück, die ganze Berufserfahrung erfordert.

Brauchtum

Aus der Holzbirne wurden schon früh verschiedenste Kultursorten gezüchtet. Im Mittelalter war er bei uns ein verbreitetes Symbol für Fruchtbarkeit. Bei einer Geburt wurde ein Birnbaum gepflanzt, dessen Gedeihen die Entwicklung des Kindes beeinflussen sollte. Birnen galten auch bei den Babyloniern als heilig. Auch bei uns kennen wir eine Fülle an Bräuchen die meist mit Liebeszauber, Treue und Schutz vor dem Bösen zusammenhängen. Mancherorts baten die Menschen die Birnbäume, ihnen Rheuma, Geschwüre oder Zahnschmerzen abzunehmen und zu heilen. Zu diesem Zweck wurden Körpersäfte des Erkrankten in kleine Löcher gefüllt, die zuvor in die Rinde gebohrt wurden.

Seelische Botschaft

Mit meinen Mitschöpfern fühle ich mich freundschaftlich verbunden. Sie sind meine Brüder und Schwestern. In meiner Welt gibt es keine Hintergedanken, keine versteckten Forderungen oder Manipulationen. Jeder soll sich so geben dürfen wie er ist. Für mich braucht sich niemand zu verbessern oder eine bestimmte Leistung zu erbringen um liebenswert zu sein. Jedes Wesen hat ein bedingungsloses Recht so zu leben wie er erschaffen wurde. Unsere Verschiedenheit erfreut mich. Bedenken wir, dass dank dieser die Harmonie des Gesamten erst möglich wird. Mich erschreckt das Fremde nicht, denn wir leben Alle unter derselben Sonne und diese ist uns stets wohlgesonnen.

Die Erde ist ein sicherer Ort für dich!

Textquelle:
(c) Bäume für die Seele, Ueberreuter Sachbuch Verlag
Nutzhölzer von Hans Schafflützel
Baumheilkunde von René A. Strassmann

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