Der Apfelbaum

Die Früchte des Apfelbaums (Pirus malus) waren bereits in der Steinzeit ein beliebter Leckerbissen. Ursprünglich wurde der Kulturapfel aus dem Holzapfel gezüchtet, der in milden Klimazonen in Wäldern und auf offenen Weiden gedeiht. In seinem kugelrunden Kronenbild spiegelt sich die Form der Frucht wider. Seine Blüten sind im Frühjahr eine wichtige Bienenweide. In den heimischen Wäldern ist*'der
Apfelbaum selten anzutreffen. Wer die Möglichkeit hat, tut gut daran, diesen an Wald- und Wegrändern anzupflanzen. Erkenne die Vollkommenheit •
des Augenblicks!

Aussehen:

Der mittelgrosse Baum hat mit seiner ausgebreiteten Krone die Form eines Apfels. Er wird höchstens 8 m hoch und erreicht einen Durchmesser von 60 cm. Die graubraune Rinde ist anfangs glatt, im Alter schuppenförmig abblätternd. Die Äste stehen stark seitlich ab. Die kurzstielten Blätter sind wechselständig, breit-eiförmig, zugespitzt, fein gesägt, von hellgrüner Farbe und leicht filzig.
Das zerstreut porige Holz hat breiten hellrötlichen Splint und braunroten, oft rotbläulichen Kern. Die Jahrringe sind durch wellige Spätholzlinien erkennbar. Die feinen Markstrahlen und Gefäße sind von bloßem Auge nicht sichtbar.

Eigenschaften und Verwendung:

Das feine Holz ist hart, dicht und zählt zu den heimischen Edelhölzern. Es ist oft drehwüchsig, schwer spaltbar, stark schwindend und wenig dauerhaft. Es trocknet langsam und neigt zum Reißen und Werfen. Es lässt sich gut bearbeiten, drehen, messern, schnitzen, beizen und polieren.
Dank seiner Kompaktheit wird es gerne für anspruchsvolle Drechslerarbeiten eingesetzt, wie zum Beispiel für Holzschrauben. Früher wurden sogar Zahnräder aus dem zähen Holz gefertigt. Durch seine kontrastreiche hell/ rotbraune Maserung wird es im Möbelbau gerne als kontrastreiches Element eingesetzt.

Brauchtum:

Der Apfel begleitet die menschliche Entwicklung seit Jahrtausenden, wie religiöse Texte und Märchen („Frau Holle") belegen. Ursprünglich war er ein Attribut der Großen Göttin (Ischtar in Babylonien, Aphrodite bei den Griechen) und galt als Symbol für die Erde, für Liebe und Fruchtbarkeit. Später wurde er allerdings mit dem biblischen Sündenfall in Verbindung gebracht. Das lateinische Wort „malus" bedeutet sowohl schlecht als auch Apfel. Mit dem Patriarchat war die weise Göttin zur schwachen Eva geworden und der Apfel als Reichsapfel zum Attribut der Herrschenden. Der zu der Familie der Rosengewächse gehörende Apfelbaum, war einer der bedeutendsten Bäume in der keltischen Mythologie. Im Sagenkreis von König Artus gibt es das mystische Avalon, das Land der ewigen Jugend. Avalon bedeutet Apfel oder Ort der Apfelbäume.

Seelische Botschaft:

Tag für Tag konfrontiert mich das Leben mit Situationen, die den Keim von etwas Großartigem enthalten. Zugegeben, auf den ersten Blick scheint manches vielleicht banal und langweilig, anderes sogar furchterregend und leidvoll. Trotzdem besitzt jede Begegnung eine Essenz, die mich berühren kann, wenn ich sie unvoreingenommen betrachte, einen Keim der Vollkommenheit. Auf ihn schaue ich, ihn will ich nicht verpassen. Ihm schenke ich all meine Fürsorge. Egal, was andere für wichtig empfinden oder worüber sie sich aufregen - unbefangen lasse ich meinen Blick auf dem ruhen, was am meisten Lebendigkeit in sich trägt. Es ist der Samen der Liebein allem. Er verzaubert mich und lässt meinen Alltag aufblühen.

Erkenne die Vollkommenheit des Augenblicks!

Textquelle:
(c) Bäume für die Seele, Ueberreuter Sachbuch Verlag
Nutzhölzer von Hans Schafflützel
Baumheilkunde von René A. Strassmann

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