Mehr Nase – weniger Schnarch – mehr Erholung

 

«Wenn du nicht sofort etwas machst, kannst du heute Abend alleine essen gehen! So komme ich nicht mit!» Tante Emma ist der friedlich­ste Men­sch auf Erden, aber sie kann Onkel Hubert wenn nötig den Tarif durchgeben.

«Wieso? Was meinst du?», fragt er irritiert.

«Ich habe es dir schon tausend­mal gesagt, dass du dir die Nasen­haare schnei­den sollst! Die sind so lange, da kön­nte man Zöpfe flechten!»

«Ach was, so schlimm ist es auch wieder nicht», antwortet er und stre­icht sich wie zufäl­lig über die Nase.

«Oh doch!» Emma baut sich mit eingestemmten Hän­den vor ihm auf.

«Und über­haupt», gibt er trotzig zurück, «Nasen­haare sind ein natür­lich­er Luft­fil­ter. Sie hal­ten Staub­par­tikel, Pollen und sog­ar Krankheit­ser­reger von der Lunge fern, das haben sie let­ztens im Fernse­hen gesagt!»

«Richtig. Aber dieser Luft­fil­ter sollte IN der Nase sein und nicht als Vorhang draussen hän­gen! Das sage ICH dir!» Emma dreht sich um, und während sie davon­stapft, ruft sie über die Schul­ter zurück: «Und wenn du keinen solch dicht­en Pelz in und vor der Nase hättest, kön­ntest du vielle­icht nachts bess­er durch die Nase atmen – und würdest weniger schnar­chen, du Nasenbär!»

Es knallt laut, als die Tür hin­ter ihr zufällt.

Hubert bleibt, wo er ist und wartet, ob seine Emmi vielle­icht zurück­kommt. Fehlanzeige. Nach eini­gen Minuten schle­icht er ins Badez­im­mer und schaut in den Spiegel …

Betrieb­s­fe­rien Light

Vom 27. Juli bis 16. August ist unsere Ausstel­lung in Sem­pach Sta­tion NUR AUF VORANMELDUNG offen. Rufen Sie vor einem Besuch an oder schreiben Sie ein E‑Mail und warten Sie die Bestä­ti­gung ab!

Liebe HEIMisch-Blog-Leserin­nen und ‑Leser, ob Emma und Hubert sich ver­söh­nt haben und am Abend aus­ge­gan­gen sind, über­lasse ich Ihrer Fan­tasie, aber sie haben mit ihrer Auseinan­der­set­zung den Steil­pass für unser heutiges The­ma zuge­spielt. Im Blog­beitrag #152  haben Sie über Schnar­chen respek­tive die Rhon­chopathie gele­sen, heute gehen wir einen Schritt weit­er und betra­cht­en die Nasenatmung.

 

Nase­n­at­mung für tief­er­en und erhol­sameren Schlaf

Hubert hat tat­säch­lich recht mit der Aus­sage, dass die Nasen­haare eine wichtige Fil­ter­funk­tion wahrnehmen. Die Aus­sage, dass man mit kürz­eren Nasen­haaren weniger schnar­chen würde, gilt jedoch höch­stens für Nasen­bären – aber das ist auch bloss ein Gerücht😉 Mit der Nase­n­at­mung wird die Einat­mungsluft gere­inigt, vorgewärmt und ange­feuchtet, und der Parasym­pa­thikus (unser «Ruhen­erv») angeregt. Wir prof­i­tieren ins­ge­samt von einem ruhigeren Herz­schlag und erhol­sameren Schlaf.

Die Mun­dat­mung  hinge­gen kann die Atemwege zusät­zlich veren­gen und das Gewebe im Rachen eher zum Vib­ri­eren brin­gen. Dadurch kann Schnar­chen gefördert wer­den und sich auch eine Schlafap­noe (Atemaus­set­zer) verschlimmern.

 

Hil­f­s­mit­tel für die Nasenatmung

Manche Leute wür­den gerne durch die Nase atmen, aber sie ist oft zu. Was dann? Milde Nasenduschen – zum Beispiel mit Meer­wasser­sprays – oder Nasenpflaster, welche die Flügel san­ft weit­en, kön­nen in diesem Fall helfen. Sor­gen Sie auf jeden Fall dafür, dass die Raum­luft nicht zu trock­en ist. Trock­ene Luft kann die Nasen­schleimhaut aus­trock­nen und zäh­es Sekret sowie Krusten­bil­dung begünstigen.

Zusam­men­fassend lässt sich Fol­gen­des sagen: Für einen tiefen, gesun­den Schlaf ist die ruhige Nase­n­at­mung die erste Wahl. Sie aktiviert den Parasym­pa­thikus und unter­stützt, dass Sie bess­er entspan­nen und regener­ieren kön­nen. Das lässt sich übri­gens auch trainieren!

Zum Schluss noch der ulti­ma­tive Anti-Schnarch-Tipp: Gön­nen Sie sich kuschel­we­iche Bet­twäsche, in der Sie so tief schlafen, dass Sie vergessen zu schnarchen 😊

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Nun freue ich mich, Sie in zwei Wochen zum HEIMisch-Blog Num­mer 162 – «Spieglein, Spieglein an der Wand» – wieder dabei zu haben.

 

Bis bald!

 

Ihr Bern­hard Heim

Schlaf- und Wohn­ber­ater und Teilzeit-Nasenatmer

 

 

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