Die Edelkastanie

Aufgrund ihrer nahrhaften Früchte ist die Edelkastanie (Castanea sativa) seit der Antike im ganzen Mittelmeerraum eine wichtige Kulturpflanze. Als wärmeliebender Baum beschränkt sich ihre Verbreitung bei uns auf das Weinklima. Meist bildet sie einen kurzen, kräftigen Stamm und eine weit ausladende Krone. Im Alter stoppt der Baum sein Höhenwachstum und verdickt sich nur mehr in die Breite. Das Holz der Edelkastanie ist ähnlich wie das der Eiche, also hart und dauerhaft. Ein Ast bricht eher ab, bevor er nachgibt. Die Edelkastanie ist auf Fremdbestäubung angewiesen. Es besteht keine Verwandtschaft mit der Rosskastanie.

Aussehen

Die äußere Form ist gekennzeichnet durch den dicken Stamm mit der tiefen, mächtigen Krone. Der Baum wird bis 25 Meter hoch bei einem Durchmesser von über 120 Zentimeter sind möglich. Die Rinde ist grau und weiß gefleckt. Diese wird im Alter netzartig längsrissig und dunkelbraun. Die derben Blätter sind länglich, der Rand spitz gesägt, oben glänzend dunkelgrün und unten hellgrau. Die dicken, stacheligen Hüllen enthalten meistens zwei oder drei schmackhafte Früchte. Der schmale Splint ist fast weiß, der Kern hell- bis dunkelbraun, jedoch stark nachdunkelnd und glänzend. Die Jahrringe sind gut zu erkennen. Die großen Poren im Frühholz bilden in den Längsschnitten auffällige Nadelrisse.

Eigenschaften und Verwendung

Das Holz hat einen warmen Ton und ähnelt der Eiche. Kastanie ist ziemlich hart, elastisch, leicht spaltbar und gut zu bearbeiten. Es lässt sich gut drehen und schnitzen, auch messern und schälen. Das Holz schwindet mässig und ist im Trockenen wie im Wasser dauerhaft. Wegen seiner guten Fäulnisresistenz wurde es traditionell für Pfähle, Weinfässer sowie im Schiff- und Hausbau eingesetzt. Die schönen Maser sind im Innenausbau und für Möbel sehr beliebt. Durch Extraktion wird Gerbsäure gewonnen. Es weist einen hohen Tanningehalt auf und trocknet auch bei langer Lagerung nie vollständig aus. Hildegart von Bingen empfahl, den Duft des Holzes einzuatmen da er „dem Gehirn Gesundheit einträgt“.

Brauchtum

In China waren Esskastanien (Maroni) schon früh als Nahrungsmittel beliebt. Die Römer waren diejenigen, welche den „Brotbaum“ über die Alpen zu uns brachten. Noch vor dem Import der Kartoffel, sicherte dieser vielen das Überleben. Auch Hildegart von Bingen lobte ihre Bekömmlichkeit. Mit der Zeit bekam die Maroni jedoch den Ruf des Arme-Leute-Essens. Erst in den letzten Jahrzehnten kamen regionale Bräuche wieder in Mode. So wie u.a. jener der Südtiroler – genannt das „Törggelen“. Zusammen mit dem jungen Wein werden geröstete Kastanien verspeist.

Seelische Botschaft

Mein Bestreben ist, mich stets weiterzubilden, meine Talente auszubauen und somit etwas zur Welt beizutragen. Neben einem klaren Verstand ist mir ein mutiges Herz wichtig, welches mit den Herausforderungen des Lebens besonnen umzugehen weiss. Denn Schicksalsschläge sind unvermeidlich. Doch ich selbst entscheide, ob sie mein Herz verhärten oder mir Ansporn sind, neue Lösungen zu finden. Auch dir kann ich helfen, aus schwierigen Situationen gestärkt hervorzugehen und dadurch deinen ganz besonderen Charakter, dein Charisma zur Reife zu bringen.

Mach das Beste aus dir!

Textquelle:
(c) Bäume für die Seele, Ueberreuter Sachbuch Verlag
Nutzhölzer von Hans Schafflützel
Baumheilkunde von René A. Strassmann

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